#9: Bali ... zum Zweiten! und das Ende unserer Reise

Endlich ... ein MOLA MOLA, yeah!!!
Sanur, Bali:

--> neue Photos in der Galerie "Bali (2)"

Als wir vor zwei Wochen in Singapur waren und uns nach traumhaften vier Wochen auf Bali auf die Weiterreise nach Kuala Lumpur/Bangkok vorbereiteten, haben wir "plötzlich" festgestellt, dass unsere Reise in knappen drei Wochen schon zu Ende sein wird. Der Gedanke an das regnerische und kühle Wetter in der Schweiz hat uns ein paar Sorgenfalten beschert. Kurzfristig entschieden wir deshalb, nochmals nach Bali zurückzufliegen. Die angenehmen Temparaturen zwischen 24 und 30 Grad gekoppelt mit Sonne, Meer, tauchen, surfen, lesen haben diesen Entscheid sehr einfach gemacht. Das einzige Problem war eigentlich nur, auf die Schnelle einen Flug zu buchen. Bali hat sich von den Bombenanschlägen vor 2 resp. 4 Jahren gut erholt und es kommen so viele Leute wie nie zuvor hierhin. Nach einem Tag suchen via Web und Telefon hatten wir unser Ticket schliesslich in der Hand.

Unterdessen haben wir mehrere Tage im Nordosten Bali's in Amed sowie auf Nusa Lembongan (Insel rund 20 km vor Bali; siehe auch früherer Blogeintrag) verbracht. Das Highlight war unbestritten der letzte Tauchgang der Ferien, als wir 4 Mola Mola's sahen (http://de.wikipedia.org/wiki/Mola_mola). Dies war gleichzeitig auch Petra's 100er Tauchgang und noch ein Grund mehr, dies mit ein paar eisgekühlten Bintang's zu feiern. Am Tag vorher haben wir anlässlich des weltweit stattfindenden Clean-Up-Tages (http://www.oceanconservancy.org) mit einem der lokalen Tauchoperator beim Aufräumen und "putzen" der Tauchplätze mitgeholfen (siehe Bericht:

kleiner Einschub: Wir sitzen gerade bei einem Kafi und nachdem die Beschallung in ALLEN Restaurants und Bars bisher aus Jack Johnson bestand (eigentlich wirklich gut, ausser man hört es unzählige Male in zwei Monaten) dröhnt hier doch der Göla aus dem Lautsprecher ... e Schwaan so wiis wie Schnee ...

Wir haben in den vergangenen 7 Monaten extrem viel erlebt und neue Länder/Kulturen kennengelernt, von denen wir schon lange geträumt und gesprochen haben. Getreu unserem Motto "weniger ist mehr" haben wir die kostbare Zeit genossen und uns Zeit genommen, die besuchten Orte nicht nur vom Bus/Bahnhof oder Hoteleingang zu sehen ohne jedoch den Druck zu haben, alle Sehenswürdigkeiten abklappern zu müssen. Vielfach haben wir uns einfach nur irgendwo hingesetzt und dem bunten Treiben zugeschaut.

Wir danken an dieser Stelle allen, welche sich für unsere Reiseabenteuer und unseren Blog interessiert haben und diesen regelmässig besucht haben. Mit euren Kommentaren, Mails aber auch SMS oder Anrufe habt ihr uns immer Freude gemacht. "Merci vüü mau" (von Tinu) und "merci viu mau" (von Petra). Danke auch allen, welches sich während unserer Abwesenheit um unser Hab und Gut gekümmert haben.

Ähnlich den Oscars wollen wir unsere "Reiseawards 2007" vergeben. Im Gegensatz zu den 6000 Wählenden für die Oscars sind hier nur 2 dahinter. Das Resultat ist deshalb höchst subjektiv ... aber wer weiss schon, ob das bei den Oscars nicht auch so ist!

Airlines
Best: Singapore Airlines
Worst: British Airways ... verdient natürlich durch die Gepäckgeschichte zu Beginn der Reise und der Rückflug steht noch aus!!!

Insgesamt sind wir neben den erwähnten mit weiteren 6 Fluggesellschaften unterwegs gewesen (Qantas, Silk Air, Spice Jet, Jet Airways, Garuda, Tiger).

Unterkünfte (value for money)
Best:
-"Flashbacks" (Sanur, Bali)
- "7th Heaven" (Pushkar, Indien)
- "K's House" (Mt. Fuji, Japan)
Worst: "Orchid Inn" (Chennai, Indien)
inkompetenste Reception: "Hotel Respati" (Sanur, Bali)
unfreundlichste Reception: "Bentley's Hotel" (Mumbai, Indien)

Insgesamt haben wir in rund 50 unterschiedlichsten Unterkünften gewohnt. Dazu kommen noch diverse Campingplätze in Australien.

bestes Essen
Unsere Favoriten sind ganz klar die südindische und die indonesische (insbesondere masakan padang) Küche!

beste Tauchplätze
- Una-Una, Togian Islands (Sulawesi, Indonesien)
- Jemeluk Wall, Amed (Bali, Indonesien)

3 beste Bücher (von 25)
- "The Kite Runner" von Khaled Hosseini (verfilmt von Marc Forster, im Kino im Januar 2008)
- "Shantaram" von Gregory David Roberts (wird momentan mit Johnny Depp und Amitabh Bachchan, dem bekanntesten Schauspieler Indiens, verfilmt)
- "A Piece Of Cake" von Cupcake Brown

bestes Kinoerlebnis: "Tarrarumpum" in New Delhi, Indien

... und wenn es einen Soundtrack der Reise geben würde, dann wäre der Song "20 Good Reasons" von Thirsty Merc an erster Stelle. Spontan kämen uns noch mindestens 20 weitere Gründe in den Sinn für eine 7-monatige Reise!

That's it folks. See you back in Switzerland in the near future.

Pedi & Tinu




Ein halbes Jahr ...

Reisterassen bei Ubud, Bali
... unterwegs sind wir und haben dies auch mit einem guten Essen, einem feinen Fruchtsaft zusammen mit Petra's Eltern in Sanur gefeiert. Neben dem lachenden Auge war da leider auch das weinende Auge. Dieses vergoss ein paar Traenen, weil unsere Reise nur noch wenige Wochen dauert ...

Das Wetter und die Temparaturen waren in den beiden letzten Wochen massiv besser als in der ersten Augusthaelfte. Bei angenehmen 30 Grad und "kuehlen" Naechten mit 24 Grad laesst es sich gutgehen: Ausfluege mit Petra's Eltern zu den wichtigsten Tempeln Bali's, das Kulturzentrum in Ubud, Surfing und Shopping in Kuta, ein gutes Buch lesen, die exzellente balinesische Kueche geniessen usw. Der Nachteil daran ist, dass wir ein wenig schreibfaul geworden sind und dieser Blogeintrag deshalb ein wenig kurz geraet ...

Am Sonntag geht's zum letzten Mal zurueck nach Singapur!

A lieba Gruess us Bali u bis baud

Tinu & Pedi

#8: Bali

Sonnenuntergang auf Nusa Lembongan
Sanur, Bali:

--> neue Photos in der Galerie "Bali (1)"

Der Flug via Singapur nach Denpasar auf Bali war zwar etwas anstrengend, aber die "Insel der Götter" entschädigt in jedem Fall für alle Strapazen der Anreise. Wir sind bereits zum xten mal auf Bali und freuen uns jeweils auf das kleine Paradies im indischen Ozean. Bali ist rund 5'600 km2 gross und über 90% der 3.3 Mio. Einwohner sind Hindus. Es ist erstaunlich, wie sich die Einwohner Bali's trotz der vielen Touristen ihre Kultur bewahrt haben (mit Ausnahme von Kuta natürlich!). Rund ein Viertel der Einwohner lebt vom Tourismus und fast 60% verdienen sich ihr tägliches Brot mit Landwirtschaft. Die berühmten Reisterassen sind immer wieder eine Augenweide.

Die ersten beiden Wochen auf unserer Trauminsel haben wir vorwiegend mit Wassersport verbracht. Unser Unterricht im Wellenreiten in Australien hat erste Früchte getragen und in den Wellen von Kuta haben wir in der ersten Woche auch ziemlich Fortschritte gemacht. Bevor wir den grossen Touristenmassen entfliehen (momentan ist Hauptsaison!), waren wir zwei Tage in Ubud, dem kulturellen Zentrum Bali's. Leider regnete es fast ununterbrochen und Ausflüge fielen sprichwörtlich ins Wasser. Macht nichts, denn wir werden die letzten beiden Wochen auf Bali mit Petra's Eltern noch einige Ausflüge unternehmen.

Dem Südosten Bali's vorgelagert sind drei kleine Inseln (Nusa Lembongan, Nusa Penida und Nusa Ceningan), welche ideal sind, um dem Trubel von Kuta und Umgebung zu entfliehen. Die zweite Woche haben wir in einem Bungalow am Strand von Nusa Lemongan verbracht. Am Morgen waren jeweils zwei Tauchgänge angesagt und am Nachmittag relaxen/lesen oder die Insel erkunden. Das Tauchen auf Lembongan ist eher anspruchsvoll, da vielfach sehr starke Strömung herrscht. Bereits vor vier Jahren haben wir bei mehreren Tauchgängen gehofft, den grossen Mola Mola (Mondfisch) zu sehen. Dieser lebt eigentlich auf etwa 60 Metern tief und kommt regelmässig nach oben, um sich von anderen Fischen reinigen zu lassen. Das Glueck war uns auch diesmal nicht hold ... ein Grund wieder auf Lembongan zurückzukehren!!

Nicht vergessen zu erwähnen ist das unglaublich gute Essen, welches in Bali (oder generell in Indonesien) für wenig Geld zu haben ist. Apropos Geld ... endlich sind wir Millionäre! Ein Schweizer Franken entspricht rund 7'500 Indonesischen Rupien, d.h. mit nicht mal 150 CHF ist man richtig reich :-)

A lieba Gruess us Bali und bis bald
Tinu & Pedi

#7: Australia's East Coast (Part 2)

Ein Echidna (Ameisenigel) auf Futtersuche
Cairns, Australien:

--) neue Photos in der Galerie "Australia (2)"

Der letzte Tag in Australien ist angebrochen. Die Zeit vergeht so schnell ... 6 Wochen waren wir in einem riesigen Land, dass grösser als ganz Europa ist. Nach etwas mehr als 4'000 km mit unserem Campervan sind wir in Cairns angekommen. Es ist unglaublich, wie sich diese Stadt entwickelt hat ... wir haben sie auf alle Fälle nicht wiedererkannt!
Das Wetter war ganz ordentlich und abgesehen von ein wenig Regen im Regenwald (!!) war es praktisch immer sonnig und im Norden auch wieder wärmer.
 
Die Highlights der letzten drei Wochen waren zahlreich. Wir haben endlich unsere ersten Schnabeltiere (Platypus) gesehen, durften einigen Echidnas (Ameisenigel) bei der Futtersuche zuschauen (siehe Bild oben) und haben einen der seltenen Cassowaries (Kasuar - der grösste Vogel, der nicht fliegen kann!) beobachtet.
Auf dem Weg in den Nordosten Australiens nicht zu verpassen ist ausserdem ein Segeltrip in die Whitsundays mit einem halt am berühmten "Whitehaven-Beach". Nördlich der Whitsunday-Inseln befindet sich das über 2'000 km lange Great Barrier Reef. Es ist das grösste Korallenriff der Erde. Das Tauchen (ab Port Douglas) war im Vergleich zu Sulawesi eher enttäuschend. Dennoch ist das Barrier Reef beeindruckend! Nördlich von Cairns trifft das Barrier Reef auf den Daintree National Park und Cape Tribulation. Dies ist der einzige Ort auf der Welt, wo sich zwei Unseco World Heritage Sites treffen.
Die letzte Station vor Cairns war Port Douglas/Mossman. Wir haben zwar Tom Hanks und Steven Spielberg nicht gesehen, welche momentan hier die Fernsehserie "The Pacific" (Prequel von "Band of Brothers") drehen, dafür neben dem absolut grandiosen Cane-Toad-Rennen (siehe Photo-Galerie; Cane Toads sind Zuckerrohrfrösche) die endlosen Zuckerrohrfelder bestaunt und auf einer kleinen Wanderung mit einem Ur-Einwohner Australiens (Aboriginal) viel über das Leben und überleben im Outback gelernt. Die Aborigines sind schlecht integriert und kämpfen mit riesigen Problemen ... ein ganz trauriges Kapitel der Kolonialisierung!

Insgesamt ist die Ostküste Australiens doch extrem kommerzialisiert. In der Regel teilt man hier die Erlebnisse mit sehr vielen anderen Touristen. Sehr viele Leute leben hier vom Tourismus und entsprechend durchorganisiert sind viele Aktivitäten. Dies hat natürlich auch seine Vorteile und macht Reisen in Australien im Gegensatz zu anderen Ländern richtig easy!

Wieder einmal gäbe es noch viel, viel mehr zum Erzählen. Australien hat uns bestimmt nicht zum letzten Mal fasziniert!

A lieba Gruess us Cairns.
Take care.

Tinu & Pedi

#6: Australia's East Coast (Part 1)

Carlo's Sandblow bei Rainbow Beach, Sunshine Coast

Yeppon, Queensland (Capricorn Coast):

--> neue Photos in der Galerie "Australia (1)"

Halbzeit in Oz und höchste Zeit, ein paar Zeilen zu schreiben. Australien erlebt den kältesten Winter seit 1950 und wir schlottern wacker mit! Mindestens den Regen haben wir seit Sydney und Newcastle hinter uns. In den letzten 2 Wochen gab's praktisch nur wolkenlose Tage und strahlender Sonnenschein. Die Temparaturen bewegen sich während dem Tag zwischen 19 und 23 Grad was eigentlich ganz angenehm wäre. Nachts sinken die Temparaturen momentan unter 5 Grad! Leider weht fast immer ein kühler Südwestwind (bei uns würde man von der Bise sprechen), der auch den schönsten Strand ausladend machen kann. Wassersport haben wir deshalb noch stark vernachlässigt. Der Südwestwind ist sehr ungewöhnlich und wird hoffentlich bald verschwinden. Insgesamt werden wir noch 3 weitere Wochen Down Under bleiben, bevor wir im August via Singapur nach Bali fliegen werden. Für unseren Trip von Sydney nach Cairns haben wir einen Campervan (VW Transporter) gemietet. Dieser hat keinen Allradantrieb, was für die für australische Verhältnisse relativ dicht besiedelte Ostküste auch nicht nötig ist. Das Outback und somit die potentielle Anwendung eines grossen Wagenhebers mit KO-Funktion ist tabu ... (Einige erinnern sich vielleicht an unseren Botswanatrip vor einem Jahr!). Unser fahrendes Zuhause ist super ausgestattet und bietet genügend Platz, um an einem kalten Abend im Auto zu sitzen, ohne das man Platzangst kriegt. Ausserdem sind diese Wagen mit einem Turbodiesel ausgestattet und im Vergleich zu den grossen Campern sehr wendig und benzinsparend. Wir haben hier schon richtige Schlösser aber auch Barracken auf Rädern gesehen. Auf den Campingplätzen muss man Glück haben, überhaupt noch Platz zu erhalten. Die Leute im Süden Australiens entfliehen der Kälte und verbringen häufig gerade mehrere Monate an der Ostküste. Momentan sind auch noch Schulferien und viele Eltern packen ihre Kids und Surboards ein und fahren Richtung Norden auf der Suche nach Sonne und Wärme.

Australien feierte vor wenigen Tagen den 21 Mio. Einwohner. 10 bzw. 15 Jahre nach unserem ersten Besuch Down Under ist uns beim inzwischen fünften Besuch in Sydney erstmal augefallen, dass der asiatische Anteil der australischen Bevölkerung extrem angestiegen ist. Dies ist weniger stark feststellbar in Brisbane und dem südlichen Queensland. Das Leben in Australien, vor allem Lebensmittel, ist zum Teil massiv teurer geworden (im Vergleich zu 2003). Hauptgrund dafür ist die anhaltende Dürre, welche in grossen Teilen Australiens für immer kleinere Erträge sorgt. Zusammen mit steigender Nachfrage durch die wachsende Bevölkerung steigen die Preise rapide an. Milchprodukte sind schon heute richtiger Luxus und teurer als in der Schweiz. In den nächsten Wochen sollen diese Produkte nochmals um rund 25% teurer werden. Ein weiteres Luxusgut ist Wasser, welches langsam aber sicher in diversen Landesteilen knapp wird. Diverse Dämme im Süden Queenslands sind noch zu knapp 15% gefüllt und Regen ist nicht in Sicht. Die Regierung will nun die Trinkwassergewinnung aus dem Meer fördern und hat den Verbrauch auf 140l pro Tag und Person limitiert. 

Von Sydney sind wir über Newcastle via Port Maquarie und Coffs Harbour nach Byron Bay gereist. Byron Bay ist eine (ehemalige) Hippiestadt mit viel Charme und einer Atmosphäre, welcher man nicht wiederstehen kann. Wir bleiben ein paar Tage dort, besuchen den Markt, machen Wanderungen entlang dem Strand und schauen den Surfern auf der Jagd nach der perfekten Welle zu. Vom Strand aus sehen wir die Humpback-Wale auf ihrem langem Weg von der Antarktis Richtung Great Barrier Reef aber auch die Delfine, welche in den Wellen surfen und auf Fischjagd sind. Weiter gings an die sogenannte Gold Coast (Surfers Paradise mit seinen Wolkenkratzern und den vielen Themenparks ... wir verbringen einen Tag in "Wet'n'Wild" mit grandiosen Bahnen), welche sich südlich von Brisbane befindet und schlussendlich nach Brisbane selber. Eigentlich wollten wir uns Brisbane ein Rugby Game anschauen. Die 60'000 Tickets waren aber schon lange weg und so schauten wir uns die "Schlacht" Queensland gegen New South Wales in einem Pub am Fernseher an ... etwa 5 Minuten vom Stadion entfernt. Diese Spiele zwischen den beiden Staaten sind jeweils voller Emotionen. Es ist etwa so, wie in der Schweiz die besten Berner Fussballer gegen die besten Zürcher oder Basler spielen würden und es mindestens 5 Verletzte Spieler geben würde ... mit dem Unterschied, dass sich hier die Fans vor, während und nach dem Spiel nicht in die Haare geraten!
 
Etwa eine Stunde nördlich von Brisbane befindet sich der Australia Zoo. Wir haben in einem früheren Blog-Eintrag vom Zoo in Singapur geschwärmt und müssen/wollen nochmals in höchsten Tönen schwärmen. Was Steve Irwin, der bei und als Crocodile Hunter bekannt war, hier von seinen Eltern übernommen hat und ausgebaut hat, ist schlicht der beste Zoo, den wir bis jetzt gesehen haben. Der Zoo hat sehr grosszügige Gehege und nimmt Tierschutz in der ganzen Welt war. Hier werden Worte in Taten umgesetzt. Nachdem wir entlang der Überlandstrassen schon unzählige tote Känguruhs gesehen hatten, war es toll, die Tiere Australiens lebend zu sehen. Unsere Favoriten waren natürlich die Wombats.
Nicht fehlen darf in dieser Jahreszeit eine Whale-Watching-Tour, um die (wie bereits oben beschrieben) Humpbacks zu sehen. Wir hatten Glück und etwa 20 Wale gesehen, die teilweise sehr neugierig waren und sehr nahe an das Boot herankamen. Mit dabei auf der Tour war auch Steve Irwin's Sohn Bob ... dem Vater wie aus dem Gesicht geschnitten!
Nochmals etwas weiter nördlich in Noosa haben wir uns schlussendlich für einen Surfkurs entschieden und an einem Nami die Basics gelernt. Fazit: Es sieht einfacher aus als es effektiv ist aber ... wir standen auf dem Brett!! Das nur 21 Grad warme Wasser hat uns sehr viel Körperwärme entzogen und wir haben mit dem wundervollen Südwind so richtig kalt gehabt. Am nächsten Tag kam dann der Muskelkater dazu.
Letzte Station vor Yeppon war Fraser Island, die grösste Sandinsel der Welt. Es wird angenommen, dass die Insel aus mehr Sand besteht als die Sahara! Die Insel ist teilweise mit Regenwald bewachsen und seit 15 Jahren eine World Heritage Site.

So, das wär's erstmal wieder. Danke allen, welche sich die Mühe nehmen für einen Kommentar oder ein E-Mail an uns. Wir freuen uns jeweils sehr über ein Lebenszeichen und ein paar News. A lieba Gruess u bis baud.

Tinu & Pedi

Google Earth: S 23,08.664/E 150,45.523

Schlotter, Schlotter ...

Opera House und Down Town Sydney

Byron Bay, New South Wales, Australien:

Schlotter, Schlotter, Schnupf, Schnupf, Hust, Hust ...! So kann man unsere ersten Tage in Australien bezeichnen. Down Under ist zurzeit Winter und zwar einer der kältesten seit Jahren und mit so vielen Niederschlägen wie seit langem nicht mehr. Für die Leute hier ein richtiger Segen. In vielen Teilen Australiens hat es in den vergangenen 7 Jahren keinen Regen mehr gegeben! Zum vielen Regen kamen auch starke Stürme und Überschwemmungen. In Newcastle, rund 2 Stunden nördlich von Sydney, ist während einem dieser Stürme ein riesiger Frachter am Stadtstrand aufgelaufen. Seit Tagen wird versucht, das Monster wieder ins Meer zurückzubringen.

Nachdem wir in Sydney unseren Gastgebern, der Familie Took, guten Tag gesagt hatten, machten wir uns sofort auf, um warme Kleider zu kaufen. Das Unterfangen gelang auch ganz gut, da momentan überall Ausverkauf stattfindet. Daneben haben wir die ersten sonnigen, aber kalten Tage (max. 17 Grad) an den Stränden von Bondi, Manly und Dee Why genossen. Nach einem Lunch mit Cynthia in Dee Why und wieder einmal Senslerdeutsch plaudern starteten wir vor einer Woche mit unserem Campervan Richtung Norden. Ziel: Sonne und wärmere Temperaturen. Ein paar hundert Kilometer weiter nördlich sieht's wieder ein wenig freundlicher aus. In Byron Bay herrschen angenehme 20 Grad und strahlender Sonnenschein.

A lieba Gruess us Australie u bis baud
Tinu & Pedi

#5: Togian Islands, Sulawesi, Indonesien

Blick von unserem Bungalow bei Black Marlin

Kadidiri Island, Togians:
(Koordinaten unseres Bungalows: S 00,21.316/E 121,50.708)

--> Photos siehe Galerie "Sulawesi"

Von den Togian Islands träumten wir schon sehr lange. Nun ist der Traum wahr geworden. Die Togian Islands sind ein Teil der Insel Sulawesi, seinerseits Teil von Indonesien. Sulawesi (ehemals Celebes genannt) liegt zwischen Borneo und Neuguinea und hat rund 15 Mio. Einwohner und ist mehr als 4x grösser als die Schweiz. Bereits vor 6 Jahren waren wir in diesem Teil der Welt unterwegs und haben den Süden der Insel besucht. Sulawesi ist in den letzten Jahren in Europa vor allem durch die blutigen Konflikte zwischen Christen und Muslimen  (80% der Bevölkerung) in der Region Poso in den Schlagzeilen gewesen. Neben dem Toraja-Hochland im Süden der Insel ist der Norden (Bunaken & Lembeh) sowie die Togian Islands in Zentral-Sulawesi für seine Weltklasse-Tauchplätze bekannt.

Die Togians bestehen aus 56 Inseln vor Zentralsulawesi und erstrecken sich über rund 120 km. Es leben rund 40'000 Einwohner auf den Inseln, wovon der grösste Teil im Hauptort Wakai. Seit 2004 ist die Inselgruppe am Equator ein Nationalpark. Damit wurde das Dynamitfischen zwar eingeschränkt, aber nicht gänzlich unterbunden. Während 2 Wochen sind wir auf der kleinen Insel Kadidiri und machen Ferien in den Ferien. Keine Packerei, keine Reiserei, kein Internet, keine Mails, keine negativen Schlagzeilen, tauchen, einen Bungalow direkt am Meer (wirklich direkt ... bei Flut ein knapper Meter), fantastisches Essen, viele Bücher lesen ... die Liste geht unendlich weiter.
Die Unterkunftsmöglichkeiten sind beschränkt. Es gibt eine handvoll Resorts. Wir steigen im Black Marlin Dive Resort ab. Bis wir von Singapur aus dort ankommen, dauerte es allerdings fast 3 Tage. Die An- aber auch die Abreise ist zeitaufwendig und teilweise ganz schön anstrengend. Nachstehend eine kurze Beschreibung der Anreise: 3,5 Stunden Flug von Singapur nach Manado, am nächsten Tag eine (je nach Auto, Pneuzustand, Fahrer, Wetter) rund 8-stündige Fahrt nach Gorontalo (430 km).  Wieder ein Tag später 3 Stunden Fahrt mit dem Auto nach Marisa und danach 2,5 Stunden mit dem Speed Boot nach Kadidiri. 

Kadidiri ist unser kleines Paradies. Die Leute im BM (Black Marlin) sind extrem gastfreundlich. Es herrscht eine familiäre Atmosphäre und wir treffen viele gute Leute in den zwei Wochen. Das Essen lässt keine Wünsche offen. Trotz der Abgeschiedenheit der Insel werden neben Reis und Fisch viele andere feine indonesische Leckereien und ab und zu sogar fantastische Pasta auf den Tisch gezaubert. Die Tauchgänge sind sensationell. Die Wassertemparatur ist immer bei rund 30 Grad und wir erkunden bei mehr als 20 Tauchgängen die Korallenriffe. Neben riesigen Fischschulen, einer Sichtung eines Tigerhais und einem B24-Bomberwracks sind es die kleineren Lebewesen dieser einzigartigen Unterwasserwelt, welche uns faszinieren. Das Wetter spielte ab und zu verrückt und dem häufigen Regen sei dank kriegten wir immer wieder Besuch in unserem Bungalow der Tierwelt auf der Insel. Die Echsen waren uns sehr recht, da damit die schon erstaunlich kleine Mückenpopulation noch weiter abgenommen hat. Nach der ersten Nacht und Nagerbesuch waren unsere Biskuits nicht mehr geniessbar. Beim Verjagen morgens um 2 Uhr sichtete Petra dann auch gleich noch eine für Schweizer Verhältnisse doch allzu grosse Spinne. Es sollte nicht der einzige Besuch bleiben ... Nach mehreren erfolglosen Erledigungsversuchen beliessen wir es schlussendlich mit verjagen. Zum Glück gibt es auf Sulawesi keine giftigen Spinnen.   

Der Abschied viel uns schwer. We'll be back sometimes... Der Rückweg verlief sehr ähnlich wie die Anreise. Der Weg zurück nach Gorontalo machen wir aber diesmal mit der neusten Fähre (... der Tuna Tomini ... siehe auch Galerie "Sulawesi"). Für die 12-stündige Nachtüberfahrt bei einer Geschwindigkeit von rund 15 km/h (oder etwa 8 Knoten) organisieren die BM-Leute die Kabine des 2nd Officers und so können wir ein paar Stunden schlafen. Inzwischen sind wir wieder in Singapur eingetroffen und haben endlich wieder einmal waschen und noch wichtiger, die feuchten Kleider trocknen können.

Next Stop: Unsere Lieblingsstadt ... SYDNEY!

A lieba Gruess u bis baud.
Tinu & Pedi

#4: Japan, im Land der aufgehenden Sonne

Mount Fuji bei Sonnenuntergang

Tokyo, Japan:

--> neue Photos unter "Galerien: 8 - Japan (2)"

Seit 3 Wochen sind wir Japan unterwegs und der Kontrast zu Indien könnte nicht grösser sein! Alles hier ist unwahrscheinlich sauber, die Menschen sind die Höflichkeit in Person (ist in Indien ja auch meistens der Fall), Alles ist bis ins kleinste Detail perfekt durchorganisiert und Genauigkeit und Pünktlichkeit werden sehr ernst genommen. Die Japaner fühlen sich in Gruppen - sei es Familie oder auch Firma - am wohlsten und sind deshalb immer auf Harmonie bedacht. Ein Japaner verbringt in der Regel auch sein ganzes Erwerbsleben in der gleichen Firma und ist deshalb auch extrem loyal gegenüber seinem Arbeitgeber bzw. Arbeitskollegen und Vorgesetzten.

Eigentlich ist sehr vieles ähnlich wie bei uns in der Schweiz nur, dass die Japaner uns in punkto Sauberkeit und bei Preis/Leistung um Einiges übertreffen. So zum Beispiel ist es uns wirklich ein Rätsel, warum in der 12.4 Mio.-Metropole Tokyo kein einziges Schnippselchen Papier herumliegt (nirgends, auch in der Metro nicht!) und in Bern, ein 140'000 Einwohner Städtchen sieht man überall Abfall herumliegen... sogar die Toiletten, egal wo, sind blitzblank sauber. Unsere Eindrücke sind sicher ein wenig anders, als wenn wir direkt von Europa nach Japan gekommen wären. Aus Delhi kommend wirkt Tokyo nicht wie eine Grossstadt, sondern wie ein gemuetliche Stadt...

Japan ist eine Inselgruppe entlang der Ostküste Asiens und hat 127 Millionen Einwohner, wobei ein grosser Teil davon in den Städten westlich und südlich von Tokio wohnt. Japan ist eine Exportnation. Namen wie Sony, Nikon, Subaru, Daihatsu, Nissan, Toyota etc. sind auf der ganzen Welt bekannt. Weitere Infos zu Japan und seiner interessanten Geschichte schaut ihr am Besten unter "http://de.wikipedia.org/wiki/Japan" nach.

Ein paar Brocken Japanisch lernt man relativ schnell und mit dem Kauderwelsch-Wörterbuch können wir auch komplizierte Dinge fragen. Die Antworten auf unsere Fragen zu verstehen ist allerdings eine andere Geschichte. Vielfach nehmen die Leute einfach an, dass wir demzufolge Japanisch sprechen und plappern munter drauf los ... Lesen ist unmöglich und auch mit gutem Willen dauert es offensichtlich 6 Jahre, bis man mit Hilfe eines Wörterbuches eine Zeitung lesen kann!

Kulinarisch hat Japan sehr viel mehr zu bieten, als das bei uns bekannte Sushi. Man sollte allerdings Meeresfrüchte, Fleisch und Nudeln gerne haben. Alternativ gibt es im ganzen Land ausgezeichnete europäische Kost und natürlich die amerikanischen Fast-Foodketten. Es ist unglaublich, wie viel Fisch hier gegessen wird und diese zu essen wird fuer uns schon fast zur Gewissensfrage. Japan ist ja momentan auch wegen des Walfangmoratoriums bzw. dessen Aufhebung in den Schlagzeilen. Unvergesslich in diesem Zusammenhang war der Besuch des Fischmarktes in Tokio. Gigantische Mengen von Fisch und von undefinierbaren Dingen, welche offensichtlich aus dem Meer kommen, werden hier im 24-Stundenbetrieb verkauft.

Die Rechnungen beim Verlassen der Restaurant sind meistens tiefer als in der Schweiz. Dies liegt auch daran, dass die Getränke (Tee und Wasser) gratis sind. Je nach Restaurant kann die Rechnung auch schnell mal 100 Franken pro Person betragen. Unser Favorit ist und bleibt Sushi. Es gibt verschiedene Arten von Sushi-Restaurants. Zwar nicht immer die qualitativ Besten, aber dafür diejenigen, welche am meisten Spass machen, sind die "Sushizügli", wo das Essen auf einem Band am Tisch vorbeifährt und man sich die Teller schnappt, auf welche man gerade Lust hat. Die Farbe des Tellers bestimmt den Preis. Wenn man irgendwo in ein Restaurant eintritt, dann wird man x mal begrüsst und willkommen geheissen, da wird gelächelt und verbeugt und beim Verlassen wird einem hundertmal gedankt. Budgettechnisch ist Japan eine ganz andere, teurere Welt als Indien. Die Kosten sind ein Vielfaches von dem, was man in Indien bezahlt. Im Vergleich zur Schweiz ist es allerdings immer noch ein wenig billiger.

Der Mai als Reisezeit ist - mit Ausnahme der ersten Woche (sog. Golden Week) - perfekt. Es hat nicht allzu viele Touris und das Klima ist sehr angenehm. Wir hatten bisher nur 3 Regentage und sonst viel Sonne und Wind bei rund 25 Grad. Während unserer Reise haben wir uns auf den Teil südwestlich von Tokio konzentriert und mit dem Zug insgesamt rund 2500 km zurückgelegt. Fasziniert waren wir vor allem vom Shinkansen, dem sog. Bullettrain, welcher mit bis zu 300 km/h durch die Gegend braust.

Nach unserer Ankunft in Tokyo und einem Kurzaufenthalt von zwei Nächten haben wir uns Richtung Kyoto auf den Weg gemacht. Kyoto hat uns derart gepackt, dass wir entschieden, auf dem Rückweg nochmals zwei Tage dort zu verbringen. Die Garten- und Tempelanlagen sind spektakulär und würden alleine schon einen Aufenthalt von einem Monat oder sogar noch mehr rechtfertigen. Gestaunt haben wir über die vielen japanischen Reisegruppen (darunter tausende von Schülern), welche in grossen Buskolonnen zu den wichtigsten Attraktionen gefahren wurden und dafür sorgten, dass man die schönen Tempel und Gärten nicht ganz in Ruhe geniessen konnte.

Zwei einschneidende Ereignisse in der japanischen Geschichte sind die beiden Atombombenabwürfe zum Ende des zweiten Weltkrieges über Hiroshima und Nagasaki. Wir waren in Hiroshima im Memorial Museum, in welchem ziemlich eindrücklich, manchmal fast zu eindrücklich, die unvorstellbare Zerstörung, das darauf folgende Elend und vor allem der völlige Wahnsinn einer Atombombe vor Augen geführt wird. In Nagasaki haben wir auf weitere Memorial-Museumsbesuche verzichtet und die anderen "Attraktionen" bevorzugt. Zwischen diesen beiden Städten haben wir uns ein paar Tage in Beppu und Usuki (Kyushu) ausgeruht und mit Velos die Gegend erkundet. Dieser Teil von Japan ist für seine zahllosen Onsen (Bäder gespiessen von heissen Quellen) bekannt. Nicht verpassen durften wir natürlich den Mt. Fuji. Wenn man Glück hat, kann man den Vulkan aus dem Zug Richtung Süden sehen. Wir hatten aus dem Shinkansen zuerst kein Glück. Als wir dann aber in die Gegend des Mt. Fuji und den 5 Seen gereist sind, konnten wir den Berg an einem der raren wolkenlosen Tage bewundern (siehe Bild!).

Etwas darf im japanischen Alltag nicht fehlen, dass ist die Begeisterung für Sport. Wir hatten Glück und haben einen historischen Augenblick miterleben können beim Sommer-Sumo-Turnier. Ein mongolischer Sumoringer (Hakuho) hat das Turnier gewonnen und wird damit den höchsten Rang im Sumo erreichen. Er ist in der Geschichte des Sportes erst der 69t, der diesen Status erreicht. Neben Sumo ist Baseball eine der Hauptsportarten in Japan. Wir haben uns im Tokyo-Dome die "Giants" gegen die "Buffaloes" angeschaut!

Die Unterkünfte sind hammermässig, insbesondere die im japanischen Stil eingerichteten Zimmer mit Tatamimatten in den Ryokan's sind extrem gemütlich. Sowieso haben wir noch in kaum einem anderen Land soviele schön eingerichtete Guesthouses und Hostels vorgefunden. Das K's House-Hostel in Kawaguchiko (Mt.Fuji; Google-Earth: N 35,30.413/E 138,46.892) ist mit Abstand das schönste Hostel, dass wir jemals gesehen haben. Das Wohnzimmer und die Küche sind ein Traum (inkl. Full-HD-TV!) und das ganze Haus ist sehr sauber und mit sehr viel Stil und Liebe eingerichtet. Es gibt wie überall gratis Kaffee und Tee, Waschmaschine und Tumbler inkl. Waschpulver sind zur Benutzung da und das Internet kann gratis genutzt werden.

Etwas vom Spannendsten hier sind die aktuellen Modestile nach dem Motto "Alles ist erlaubt"... d.h. vom 1985er Bon Jovi-Look bis zur Denver-Clan-Frisur! Der Modestil, den insbesondere die Jungen tragen, gefällt uns (oder zumindest Petra;-)) sehr gut. Teilweise ist das Ganze zwar schon ein bisschen gar schräg und nicht immer der entsprechenden Figur angemessen aber es ist wirklich alles erlaubt, es wird alles wild gemixt und uebereinander getragen und das alles dann doch noch mit sehr viel Stil. Dieser ist schon sehr sehr eigen und viel progressiver als bei uns... massiv progressiver! Extrem "in" sind hier Overkneestrümpfe und Leggins kombiniert mit überlangen Hemden, Pullovern oder Minijupes. Auch der Punk Stil hat hier erstaunlich viele Anhänger und auch Hip-Hop Outfits trifft man oft an. Natürlich sind auch das Deux Pieces, Boleros und sonstige feine Kostümchen klar angesagt. Sowieso mögens die Japaner Edel und sind sehr markengeil. Wären wir nicht noch weitere 4 Monate unterwegs und müssten wir nicht alles rumschleppen, hätten wir schon halb Tokio leergekauft. Tokio ist wirklich DIE Location zum shoppen. New York, London aber auch Singapur sehen blass aus dagegen ...

Es gäbe noch extrem viel zu erzählen über Japan. Wir waren und sind immer noch begeistert. Nun geht's schon bald wieder zurück nach Singapur und von dort nach Sulawesi. Die Anreise auf die Togian Islands  dauert insgesamt drei Tage!!

Einen lieben Gruss aus Japan und bis bald

Tinu & Pedi

Bilder statt Worte

Anstelle von Worten lassen wir einige Bilder sprechen. Nachdem es uns endlich gelungen ist, eine Software zum Verkleinern der digitalen Photos aufzutreiben, haben wir 3 neue Galerien bereitgestellt:

1. Das Ende unserer Indienreise mit Agra/Varanasi/Delhi

2. Der Stopover in Singapur

3. Erste Eindruecke aus Japan

Waehrend dem Sandsturm in Agra hat sich offensichtlich ein wenig Dreck auf dem Sensor der Kamera angesammelt. Einige Bilder sind damit "markiert". Der Sensor ist inzwischen geputzt und die Bilder sind nun wieder ohne Fremdkoerper.

In Japan gefaellt es uns ausgezeichnet. Wir sind begeistert und werden beim naechsten Blogeintrag mehr davon berichten.

A lieba Gruess us Hiroshima ... aus der Stadt, wo die erste Atombombe der Geschichte abgeworfen wurde.

Pedi & Tinu 

Singapur, unser Basislager

Clarke Quay by night

Der eher kurze Flug von rund 5 Stunden brachte uns von Delhi nach Singapur. Eine Woche Zeit, um die Erlebnisse in Indien zu verarbeiten und uns langsam an Japan zu gewöhnen.

Singapur ist eine Insel vor Malaysia mit 4.2 Mio. Einwohnern und gleichzeitig auch eigenes Land. Das Restaurant in unserem Hotel heisst "Melting Pot" (Schmelztiegel) und diese Beschreibung passt ausgezeichnet zur Stadt. Hier wohnen Leute aus ganz Asien aber auch viele Europäer und Aussies. Nach einer Woche in der Stadt fragen wir uns, ob die Einwohner hier etwas anderes machen als shoppen bis zum Umfallen oder in den vielen extrem cool eingerichteten Restaurants und Kafis die Vielfalt und Qualität des Essens bzw. der Getränke geniessen. Gegenüber Indien ist Singapur 180 Grad anders. Der Lärmpegel in der Stadt ist praktisch auf null gesunken, alle Strassen sind perfekt geteert und beschriftet, alles ist - auch für Schweizer Verhältnisse - extrem sauber und perfekt durchorganisiert ... wir hatten einen kleinen Kulturschock. Wir haben uns natürlich angepasst und ausgedehntes Shopping im Programm gehabt. Es gab schliesslich auch einige Kleider zum Ersetzen. Diese sahen nach 2 Monaten Indien teilweise doch ziemlich erbärmlich aus. Sightseeing sowie ein obligater Besuch des schlicht und einfach sensationellen Zoos waren ebenfalls ein Muss. Abends besuchten wir in der Regel abwechslungsweise das Boat Quay und das Clarke Quay. Das Clarke Quay ist zwar budgettechnisch nicht unbedingt das Ideale, aber die Restaurants, Pubs und Bars schlagen bzgl. Ambiente alles, was wir bisher gesehen haben.

Wie bereits im letzten Eintrag erwähnt ist Singapur unsere Basisstation für die nächsten Monate. Wir werden nach unserem Japantrip wieder hierher zurückreisen. Nach Japan wird Sulawesi (ehemals Celebes) auf dem Programm stehen. Dort werden wir zwei Wochen lang auf den Togean Islands tauchen und die perfekten Strände geniessen.

Liebe Grüsse aus Singapur (N 01,17.467; E 103,50.176)

Pedi & Tinu

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